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Termine und Neuigkeiten

17.11.2017 switchh-Punkt in Ottensen eröffnet

Carsharing und Parkplätze für E-Roller, Lasten- und andere Fahrräder erweitern jetzt die Mobilitätsangebote in Ottensen. Es sind noch drei weitere Stationen im Quartier für nächstes Jahr geplant.

Eröffnung switchh-Punkt Ottensen (Foto: BWVI)

Mit Platz für vier Carsharing-Fahrzeuge, zwei Lastenräder, zwei E-Roller und neun Fahrräder ist am 17. November in Ottensen der erste dezentrale switchh-Punkt eröffnet worden - dieses Konzept geht aus dem Projekt firstmover.hamburg hervor. Dieser erste von vier Ottenser switchh-Punkten befindet sich Bei der Reitbahn und wurde von Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof, dem HOCHBAHN-Vorstandsvorsitzenden Henrik Falk, Christian Steiner (Leiter Strategie Mobilitätsdienstleistungen und Geschäftsentwicklung, BMW AG) und Altonas Bezirksamtsleiterin Dr. Liane Melzer eingeweiht. Weitere Stationen in Ottensen sollen 2018 in der Planckstraße, Holländischen Reihe und im Nernstweg eröffnet werden.

Staatsrat Andreas Rieckhof: „Hamburg ist auf dem besten Weg zur Modellstadt für moderne Mobilität. Ein Aspekt setzt dabei aufs Teilen: Wer ohne sich einzuschränken kein eigenes Auto mehr haben möchte und stattdessen per Carsharing, Lastenrad, E-Roller sowie Bus und Bahn unterwegs ist, schont die Umwelt und entlastet die Straßen. Mit den switchh-Punkten geben wir grünes Licht für volle Mobilität ohne Verlust von Flexibilität.“

HOCHBAHN-Vorstandsvorsitzender Henrik Falk: „Dieser erste dezentrale switchh-Punkt in Ottensen ist ein weiterer wichtiger Schritt für unser Projekt switchh. Unser Ziel ist es, geteilte Mobilitätsangebote für Hamburgerinnen und Hamburger so attraktiv wie möglich zu machen. Das Pilotprojekt firstmover.hamburg liefert einen smarten Ansatz, das bestehende Netz aus switchh-Punkten an den Schnellbahnen nun auch bis in die Quartiere zu erweitern – nah am Bedarf der Bewohner und direkt vor der Haustür.“

Christian Steiner, Leiter Strategie Mobilitätsdienstleistungen und Geschäftsentwicklung, BMW AG: „Elektromobilität und Carsharing stehen für die BMW Group als Treiber einer nachhaltigen urbanen Mobilität im Fokus. Unsere strategische Partnerschaft mit der Freien und Hansestadt Hamburg ist beispielhaft für unser Bestreben, urbanen Verkehr insgesamt umweltfreundlicher und effizienter zu gestalten. Das Firstmover-Konzept entspricht unserer Vorstellung davon, wie wir urbane Mobilität künftig gemeinsam mit Stadt, Verkehrsbetrieben und insbesondere den Bürgern weiter entwickeln wollen – hier in Hamburg, aber künftig auch in anderen Städten.“

Bezirksamtsleiterin Dr. Liane Melzer: „Ich freue mich, dass mit der Eröffnung dieses „switchh-Punkts“, als Baustein eines modularen Angebotsmixes, ein erster Schritt auf dem Weg getan ist, den Bürgerinnen und Bürger in dichtbesiedelten Stadtteilen ein neues flexibles Mobilitätsverhalten zu ermöglichen.“

Und wie geht es weiter in Eimsbüttel?
Die Pläne für dezentrale switchh-Punkte in Eimsbüttel werden zunächst im Kerngebietsausschuss der Bezirksversammlung zur Entscheidung vorgestellt.

Es geht los in Ottensen!

Visualisierung Switchh-Standort (Quelle: Hamburger Hochbahn AG)

Visualisierung des im Rahmen von firstmover.hamburg geplanten swichh-Standortes "Bei der Reitbahn" in Ottensen (Quelle: Hamburger Hochbahn AG)

firstmover.hamburg geht in Ottensen in die Realisierungsphase: Am 17. Juli hat der Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung Altona grünes Licht für Mobilitätspunkte unter dem Namen „switchh“ an vier Standorten im Pilotgebiet Ottensen gegeben. Vorangegangen waren die Befragung von rund 560 Bewohnerinnen und Bewohnern durch das Karlsruher Institut für Technologie sowie die Bürgerworkshops und die Kick-Off Veranstaltungen (in beiden Pilotgebieten).
Auf Basis der Befragungsergebnisse und des Feedbacks aus den Workshops haben die Projektpartner und Experten für geteilte Mobilitätsangebote von switchh verschiedene Standorte und deren Ausgestaltung herausgearbeitet. Um dem konkreten Bedarf der Anwohner vor Ort gerecht zu werden, sind in Ottensen jetzt mehrere, kleinere switchh-Punkte geplant. Dabei sollen so viele Standorte wie möglich mit E-Ladesäulen ausgerüstet werden, um die Elektrifizierung des städtischen Verkehrs voranzutreiben. An größeren Standorten ist auch die Integration von Elektro-Roller-Sharing sowie Platz für Lastenräder vorgesehen. Dazu ist eine Kooperation mit dem Betreiber von „emmy“, der bereits 150 E-Roller in Hamburg anbietet, in Vorbereitung.

Konkret sind folgende Standorte in Ottensen geplant:

Der erste switchh-Punkt soll noch in diesem Jahr in der Straße „Bei der Reitbahn“ errichtet werden (siehe Visualisierung)

Was die Projektbeteiligten zur Realisierung des Projektes firstmover.hamburg sagen:

Staatsrat Andreas Rieckhof (BWVI):
„Wir wollen die Parkplatznot in dicht bebauten Quartieren lindern. Dafür bietet dieses Projekt eine Lösung an. Mit switchh bleibt zwar die Anzahl der Stellplätze so wie sie ist, weil sich aber mehrere Nutzer ein Auto teilen, ist der Bedarf auch geringer. Davon profitieren sogar diejenigen, die weiterhin aufs eigene Auto setzen. Konkret bringt switchh in Ottensen den Bewohnern ein Plus an Mobilitätsangeboten und Flexibilität direkt in die Wohngebiete. Das motiviert diejenigen, die das eigene Auto kaum bewegen und in der Regel bereits viel mit ÖPNV und Fahrrad unterwegs sind, ihre Mobilität zu erweitern.“

Jens Brückner (Leiter der Stabsstelle Komplementäre Mobilität der Hamburger Hochbahn AG):
„Mit dem städtischen Projekt firstmover ist es gelungen, nah am Puls der Bewohner konkrete Mobilitätsbedarfe auszumachen. Die Ergebnisse dieses Prozesses können wir von switchh nun nutzen, um im Quartier zielgenau die zugehörige Infrastruktur zu schaffen – und perspektivisch das Bewusstsein für den Nutzen geteilter Mobilitätsangebote zu stärken“

Thiemo Schalk (BMW AG):
„Wir haben in diesem Projekt mit den Bürgern gemeinsam gezeigt, dass neue Technologien und innovative Mobilitätskonzepte eine wirkliche Alternative für eine Großstadt sein können. Hamburg ist damit im internationalen Vergleich wirklich führend.“

Bezirksamtsleiterin Dr. Liane Melzer (Bezirksamt Altona):
„Ich freue mich, dass die Ottenser switchh-Mobilitätspunkte nun in die Realisierungsphase starten. Den Bürgerinnen und Bürgern im dicht bebauten Ottensen eröffnet sich damit absehbar die Möglichkeit zur Nutzung dieses zukunftsfähigen Mobilitätskonzeptes.“

Wie geht es weiter in Eimsbüttel?

Die Pläne für firstmover-Stationen in Eimsbüttel werden nach der Sommerpause im Kerngebietsausschuss der dortigen Bezirksversammlung zur Entscheidung vorgestellt.

 

Dokumentation der Bürgerworkshops

Am 5. und 6. April fanden in Ottensen und Eimsbüttel die öffentlichen Bürgerworkshops statt, in denen die interessierte Öffentlichkeit in den Dialog mit den Projektverantwortlichen treten und sich aktiv in das Projekt firstmover.hamburg einbringen konnte.
Das Projekt firstmover.hamburg wurde in beiden Workshops kontrovers und konstruktiv diskutiert. Neben der Vorstellung der Befragungsergebnisse aus den beiden Pilotgebieten und der Beantwortung von Fragen hierzu, konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Standortvorschläge für Mobilitätsstationen machen sowie verschiedene Versionen von Mobilitätsstationen designen und diskutieren.
In Ottensen konnten im Rahmen des Workshops sogar drei neue firstmover gefunden werden.
Auf Grundlage der Ergebnisse des Workshops und der Befragung werden die Projektbeteiligten nun die weitere Planung der Mobilitätsstationen vorantreiben und diese als Umsetzungsempfehlung der Bezirkspolitik in den beiden Pilotgebieten zur Entscheidung vorlegen.

Dokumentation für Ottensen:

Workshopdoku Ottensen

Anlage zur Workshopdokumentation (Ergebnisse UTM)

Dokumentation für Eimsbüttel:

Workshopdoku Eimsbüttel

Anlage zur Workshopdokumentation (Ergbenisse UTM)

Foto Workshop Eimsbüttel

 

Einladung zu den Bürgerworkshops

Die Befragung (Urban Travel Monitor/UTM) wurde fast vollständig ausgewertet, erste Ergebnisse liegen vor. Mit Stand vom 20.3.2017 wurden in beiden Pilotgebieten zusammen 563 Personen befragt. Etwa ein Drittel davon kann sich das Leben auch ohne eigenes Auto vorstellen. Einige haben sich bereits dazu bereit erklärt, das eigene Auto abzuschaffen.

Als nächstes möchten wir mit den Bewohnerinnen und Bewohner der Pilotgebiete einen Schritt konkreter werden und über mögliche Standorte für Mobilitätsstationen sprechen und darüber, wie diese gestaltet sein können. Außerdem möchten wir Ihnen natürlich die Ergebnisse der Befragung vorstellen.

Daher laden wir Sie herzlich zu unseren Bürgerworkshops ein:

Bürgerworkshop in Ottensen
5. April 2017
18.30 bis ca. 20.30 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr)
Schule Bahrenfelder Straße
Gaußstraße 171, 22765 Hamburg
Anmeldung: mobil@steg-hamburg.de

Bürgerworkshop in Eimsbüttel
6. April 2017
18.30 bis ca. 20.30 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr)
Katholische Schule Am Weiher
Am Weiher 29, 20255 Hamburg
Anmeldung: mobil@steg-hamburg.de

Ablauf beider Workshops:

ab 18.00 Uhr     Einlass und Ankommen bei Snacks und Getränken

18.30 Uhr          Vorstellung der Befragungsergebnisse

18.50 Uhr          Diskussion an Thementischen (drei Gruppen im Wechsel):

                        1. Rückfragen zum UTM und Diskussion der Ergebnisse (ca. 20 Min.)

                        2. Wo könnten Mobilitätsstationen entstehen? (ca. 20 Min.)

                        3. Wie müssten diese Stationen gestaltet sein? (ca. 20 Min.)

ab 20.00 Uhr     Ausblick und Ausklang

 

Info vor Ort:

Infostand im EDEKA Niemerszein
Osterstraße 120
Dienstag, 15.11.2016 von 11.00 bis 15.00 Uhr

Auftaktveranstaltungen in Eimsbüttel und Ottensen

Das Projekt firstmover.hamburg ist erfolgreich in den Pilotgebieten Eimsbüttel und Ottensen angelaufen. Auf den  Auftaktveranstaltungen am 5. Oktober am Stellinger Weg und 6. Oktober auf dem Spritzenplatz wurde für die Anwohnerinnen und Anwohner die denkbare Vision einer Mobilitätsstation aufgebaut und in einem Hybridbus der Hochbahn präsentierte Sebastian Troch – Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation in stündlichem Rhythmus das Projekt. Ende Oktober startet nun die persönliche Befragung zum Mobilitätsverhalten der Eimsbüttler und Ottenser, zu der Sie sich gerne auf dieser Website anmelden können, wenn Sie in einem der beiden Projektgebiete wohnen.

Häufig gestellte Fragen zum Projekt

Was ist firstmover.hamburg?

firstmover.hamburg ist ein Hamburger Pilotprojekt und steht für mehr Lebensraum durch innovative Mobilitätsangebote in den Pilotgebieten Eimsbüttel und Ottensen – weniger Verkehrsraum, dafür mehr Lebensraum. Ziel ist es, basierend auf der Nachfrage der Anwohner/innen in den beiden Quartieren ein verbessertes Mobilitätsangebot zu schaffen. Dieses neue Angebot soll es den Menschen in den Quartieren ermöglichen, ihren privaten Pkw abzuschaffen und ihre individuellen Mobilitätsbedürfnisse, beispielsweise durch Sharing-Angebote, ohne Verzicht zu decken. Diese Anwohner/innen sind unsere „first mover“.

Neue Carsharing-Stationen kombiniert mit z.B. Scooter-, Fahrrad- und Lastenfahrrad-Sharing können auf Stellplätzen entstehen und durch stadtgestalterische Maßnahmen (Sitzmobiliar, Bepflanzung usw.) den öffentlichen Raum neu nutzbar machen. Carsharing-Stationen mit speziellen Parkplätzen für Carsharing-Fahrzeuge erhöhen die Verfügbarkeit von Carsharing-Fahrzeugen und gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, mit einem Carsharing-Fahrzeug einen freien Parkplatz zu finden. Wichtig ist uns, dass für keine/n Bewohner/in der Quartiere ein Nachteil, etwa höherer Parkdruck, entsteht. Das liegt daran, dass nicht einfach Parkplätze für Carsharing oder eine StadtRad-Station umgewidmet werden, sondern nur dort etwas geschehen wird, wo wir einen „first mover“ (m/w) von dem Konzept überzeugen konnten und diese/r sein/ihr Fahrzeug abgeschafft hat.

Im Vordergrund des Projekts steht ein enger Bürgerdialog. Neben öffentlichen Veranstaltungen und Informationsständen vor Ort zum Austausch mit den Anwohner/innen der Quartiere wird eine Befragung zum Mobilitätsverhalten durchgeführt. Dieser sogenannte „Urban Travel Monitor“ (UTM), entwickelt vom Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) gemeinsam mit der BMW AG, erfasst personenbezogen die Alltagsmobilität und die Gelegenheitsmobilität sowie die individuellen Hintergründe der Wahl der unterschiedlichen Verkehrsmittel. Diese Herangehensweise erlaubt eine optimale Anpassung des Mobilitätsangebots an die aktuellen Bedürfnisse der Bevölkerung. Der Unterschied zu einer klassischen, repräsentativen Studie ist, dass es uns möglich sein wird, das Mobilitätsangebot passgenau und auf die Bedürfnisse der befragten Anwohner/innen zuzuschneiden. Mitmachen kann jede/r Anowhner/in der beiden Pilotgebiete.

Das Projekt firstmover.hamburg soll zusätzlich die Elektromobilität in Hamburg fördern und verbessern. Entstehen Carsharing-Stationen in den beiden Pilotgebieten, so werden diese in das bereits etablierte SwitchH-Netz integriert. 

Was ist ein „first mover“?

„first mover“ sind für uns die Anwohner/innen, für die aufgrund ihrer aktuellen Bedürfnisse der Besitz eines privaten Pkw deswegen nicht notwendig ist, weil sie ihn nur von Zeit zu Zeit nutzen. Keine mit einem Auto verbundenen Verpflichtungen zu haben sondern neue Mobilitätsangebot nach Bedarf nutzen zu können, stellt für sie keinen Verzicht, sondern einen Gewinn dar.

Warum Mobilität teilen?

Vom Carsharing Verband herausgegebene Untersuchungen weisen darauf hin, dass ein Carsharing-Fahrzeug vier bis zehn Pkw ersetzen kann. Carsharing-Teilnehmer/innen nutzen seltener ein Auto und sind trotzdem mobil. Für unsere Umwelt bedeutet dies weniger Abgase, weniger Lärm, weniger parkende Autos und ein Gewinn an öffentlichem Raum.

Wer sind die Projektpartner?

Projektpartner sind die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, die BMW AG, die Bezirksämter Altona und Eimsbüttel sowie die Hamburger Hochbahn AG. Die Vor-Ort-Kommunikation erfolgt durch die steg Hamburg mbH, die Durchführung der Befragung durch das Marktforschungsinstitut LDB Mica Research GmbH und die Auswertung der Befragung durch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das ist die Technische Universität des Landes Baden-Württemberg. Das KIT hat auch die Befragung entwickelt, den so genannten „Urban Travel Monitor“ (UTM).

 

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